rsync gepatcht

Es gibt mal wieder was aus dem Serverraum zu berichten:
Wir sind dazu verpflichtet, jede Software, die wir Kunden zum Download anbieten, vorher durch einen Virenscanner laufen zu lassen. Das war bisher immer eine ziemlich mühselige Sache, sodass ich mir überlegt habe, rsync zu patchen. Mit Hilfe von rsync synchronisieren wir unsere externen Downloadserver mit dem Server, der bei uns in der Firma steht. Also habe ich mir erst mal den Quellcode von rsync runtergeladen und einige Stunden lang durchgelesen. Mit Hilfe diverser Debugausgaben habe ich dann die passende Stelle gefunden, an der die Dateien auf die Reise geschickt werden. Durch eine zusätzliche Option wird nun der Virenscanner aufgerufen. Dadurch verlangsamt sich zwar der Upload, aber man muss nicht mehr manuell die Dateien prüfen.
Wird Malware gefunden, bricht rsync natürlich auch sofort ab. Im Testbetrieb hat das alles schon prima funktioniert.

Morgen werde ich das mal auf unserem Livesystem mit Hilfe des Eicar Testvirusses ausprobieren.

CDU will immer noch Zensur

Die "CD"U will immer noch das WWW zensieren, wie der derzeitige Bundesinnenminister de Meziere in der taz zugibt, dabei aber - wegen der bevorstehenden Wahl in NRW - ziemlich rumeiert:

Schauen Sie doch mal, wie viele Länder die Sperren praktizieren, auch solche mit einer langen liberalen Tradition wie in Skandinavien. Die öffentlich diskutierte angebliche Alternative zwischen Löschen und Sperren von kinderpornografischen Seiten gibt es im Grunde gar nicht. Beides muss möglich sein.

Dann wird noch was von "Internet ist kein rechtsfreier Raum" gefaselt. Also das typipsche Nixblickergebrabbel eines Mitglieds einer kriminellen und verfassungsfeindlichen Vereinigung, die unliebsame Meinungen - wie es sich für eine ordentliche Junta gehört - unterdrücken will.
Dabei ist es ein einfaches, kriminelles, d.h. kinderpornographisches Material, unverzüglich aus dem WWW zu entfernen. Nur an die Hintermänner ranzukommen, ist etwas schwieriger.

Wie dem auch sei, wer "CD"U wählt, wählt Zensur, Krieg, Korruption und sinnlose Geldverschwendung.

ARGE Paderborn: Eingliederungsvereinbarung sittenwidrig?

Zeit, mal wieder was zu bloggen und dann auch direkt ein blödes Thema:
Ich habe heute eine sog. "Eingliederungsverinbarung" der "ARGE" Paderborn gesehen und musste mit dem Kopf schütteln. Ich bin mir sicher, dass jeder Anfängeranwalt und -richter der "ARGE" das Ding um die Ohren hauen würde, weil es sittenwidrig ist. Kurz gesagt: Die "ARGE" hat jede Menge Rechte, aber keine Pflichten, das Hartz IV Opfer dagen hat nur Pflichten, aber keine Rechte.
Dummerweise hat das Hartz IV Opfer die "Vereinbarung" einfach unterschrieben (sicherlich auf Druck, d.h. die "ARGE" Paderborn hat eine Nötigung natürlich begangen) und nicht - wie immer geraten wird - das Pamphlet nach Hause zu nehmen, sich bei einem Anwalt zu informieren und dann wenigstens "Unter Vorbehalt" darunter zu kritzeln. Ein weiterer Fehler war auch, dass kein Zeuge mitgenommen wurde!